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NABU Kaiserslautern

Lageplan 090206

Lageplan, Stand 06.02.2009



Der NABU Kaiserslautern und Umgebung entwickelt mit einem engagierten Arbeitskreis einen interaktiven "NaturWissensPfad ESELSBACHTAL" für Schulklassen in Kaiserslautern. Der Arbeitskreis kann dabei sein Sachverständnis aus den verschiedenen Fachdisziplinen der beteiligten Akteure schöpfen: Biologie, Umwelt- / pädagogik, Landschaftsplanung, Ökotrophologie, Geographie, Chemie, Forstwirtschaft / Waldbau, EDV / Datenverarbeitung. Weitere Interessenten sind für die Umsetzung vor Ort gesucht, d.h. für die Aufstellung der Holzkonstuktionen und insbesondere für die Ausgestaltung des Insektenhotels.
Die Eröffnung des ersten "NaturWissensPfades" in Kaiserslautern soll mit allen Helfern, Partnern, Sponsoren, Freunden und geladenen Gästen am 15. Mai gefeiert werden.
Am Samstag, den 16. Mai 2009 von 14 bis 17 Uhr, laden die Mitarbeiter des Arbeitskreises im Rahmen der rheinland-pfälzischen NaturErlebnisTage 2009 alle Interessierten, beonders die Lehrer der Schulen in Stadt und Kreis Kaiserslautern und den umliegenden Landkreisen zur Einweisung und Hintergrundinformation des NaturWissensPfades Eselsbachtal ein.
Ab dem 18. Mai 2009 können die Stationen von den Schulklassen gebucht werden.

Träger des Projekts ist der NABU Kaiserslautern und Umgebung.


Zum Projekt wurde eine eigene Homepage erstellt: www.Naturwissenspfad-Eselsbachtal.de oder www.Naturwissenspfad.de

Ohne Partner und Sponsoren würde es dieses Projekt nicht geben! Wir danken für die Unterstützung:

  • Deutsche Reihenhaus AG
  • Stadtverwaltung Kaiserslautern
  • Landesforsten Rheinland-Pfalz
  • TWK Technische Werke Kaisrslautern
  • Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz


Übersichtstafel Bearbeiten

Eisvogel 140 140

Eisvogel als Symbol für die Natur im Eselsbachtal

Esel 140 209

Esel als Symbol für den menschlichen Einfluss im Eselsbachtal

Tafeln 01 k
Die Tafel soll enthalten:
  • das Logo des NABU Kaiserslautern und Umgebung
  • einen Übersichtsplan des Lehrpfades mit den vorhandenen Stationen
  • einen Plan des Eselsbachtals von der Waschmühle bis zum Daubenbornerhof
  • die Zielgruppe, vorrangig Schulklassen der Unter- und Mittelstufe, möglich aber auch Oberstufe und Grundschule (Verwendung einzelner Stationen, Vereinfachung oder Vertiefung)
  • Hinweis auf die Möglichkeit zum Ausleihen der Materialien zu einzelnen Stationen, Ansprechpartner mit Telefon des NABU und der KLUB
  • Hinweis auf die Broschüre und die Beschreibung im Internet
  • die Partner und Sponsoren
Der Eisvogel als Verkörperung des Natur-Lebensraumes Eselsbachtal und der Esel als Symbol für die Nutzung durch den Menschen sollen den "roten Faden" von Station zu Station darstellen.
Der Eisvogel jagd und brütet im Eselsbachtal. Er ist Vogel des Jahres 2009. Wir beteiligen uns mit diesem Projekt auch beim NABU-Bundeswettbewerb "Flussjuwel 2009", bei dem es um den Eisvogel, seinen Lebensraum und um Renaturierungsmaßnahmen für den Eisvogel geht.
Neben den ehrenamtlich aktiven Helfen und den Mitgliedern des NABU Naturschutzbund Kaiserslautern und Umgebung unterstützen das Projekt als Partner und Sponsoren:
  • Deutsche Reihenhaus AG
  • Stadt Kaiserslautern
  • Technische Werke Kaiserslautern, TWK
  • Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MuFV RLP)
  • Landesforsten Rheinland-Pfalz


Station "Geschichte der Waschmühle" Bearbeiten

Tafeln 02 k
Informationstafel: der Inhalt soll vom Verein Waschmühle geliefert und von uns für die Tafel gestaltet werden.


Tafel + Schülerarbeitsbögen
Die Talaue mit Offenhaltung als Kulturlandschaft, Geschichte des Eselsbachtals, Geschichte der Waschmühle, Rückbau Wehr, Pappelwald, Weide.



Station "Kulturgeschichte des Eselsbachtal" Bearbeiten

Tafeln 03 k
Diskussionsvorschlag von Nicole am 13.12.2008:


Wie sieht´s denn hier aus? - Der Mensch prägt seinen Lebensraum!
UrEselsbachtal mehr Kultur ... mehr Natur ... naturverträglich Nutzen?!
Bild: Bild: Bild:"blauer Himmel mit Wolken"
Unzugänglich, düster, zugewuchert, feucht, modrig - eine pure Wildnis aus Feuchtwäldern, Mooren und Sümpfen.

Der Mensch war allenfalls kurzfristig als Jäger und Sammler im Tal unterwegs. Übergang Kulturlandschaft Mit zunehmender Besiedlung wurde das Tal ständig als Handelsstraße zum Warentransport genutzt (Esel).

Im 19. Jhd wächst Kaiserslautern explosionsartig. Viele Menschen brauchten Raum und Nahrung zum Leben. Auch weniger attraktive Standorte wie das Eselsbachtal wurden durch Rodung und Trockenlegung zu Viehweiden umfunktioniert.

Eine offene, sonnenbeschienene Wiesenlandschaft entstand, die als mäßig bewirtschaftete Kulturlandschaft mehr Tier- und Pflanzenarten beherbergte als im Urzustand. Übergang Naherholungsgebiet Die Menschen aus Kaiserslautern begannen das Tal als Ziel für Freizeitunternehmungen zu schätzen.

Die Landwirtschaft zieht sich in gut zugängliche, großflächige Gebiete zurück, die sich rentabel mit großen Landmaschinen bewirtschaften lassen.

Nur noch wenige Bereiche im Eselsbachtal werden als Weiden genutzt, viele werden gar nicht mehr bewirtschaftet. Ohne das Zutun der Menschen kehrt das Tal durch Verbuschung, Wiederbewaldung allmählich zum Urzustand zurück und damit verschwinden viele selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Übergang Naturschutzgebiet Die Menschen erkennen die Bedeutung von Natur- und Landschaftsschutz.

Das Eselsbachtal soll so bleiben, wie es ist. Flächen, die gemäht oder beweidet werden, sollen sich abwechseln mit Bereichen, die auch mal längere Zeit in Ruhe zuwachsen dürfen.

So entsteht durch menschliches Eingreifen eine abwechslungsreiche, artenreiche Tallandschaft – eine Schatzkiste für Mensch und Umwelt – als Ausgleich für Natur, die an anderer Stelle unwiederbringlich verloren ist.

Eisvogel:

Das war toll damals! Biberburgen, Teiche, umgestürzte Bäume… Viel leck´ren Fisch und Platz zum Brüten!

Eisvogel:

Zugegeben ganz hübsch, aber ein bisschen zu ordentlich. Wo soll ich da denn brüten?

Eisvogel:

Nicht übel, diese Entwicklung, aber so ganz zufrieden bin ich hier noch nicht…

Eisvogel und ..
Esel:

Ohne mich! Zu wild und nur Matsch und Mücken….

Esel:

Herrlich dieses saftige Grün… Und man kommt überall schon durch!

Esel:

Aufgeräumt hat´s mir besser gefallen, aber das wichtigste sind mir meine Wanderwege!

…Esel:

Für jeden Ebbes! Da gibt´s nix zu maulen…


Verknüpfung mit den beiden angrenzenden Lehr- und Erlebniswanderwegen

Weitere Informationen zur Historie von Morlautern und Umgebung, Siedlungsspuren von Kelten und Römern liefert der historische Rundwanderweg des PWV, sowie der im weiteren Verlauf des Eselsbachtals angrenzende Hochfelsweg der Gemeinden Hochspeyer, Fischbach, Enkenbach-Alsenborn und Mehlingen der zu einem Erlebniswanderwegenetz rund um „Rätselhafte Zeitzeichen“ von insgesamt 60 km gehört.


Station "Qualität einer Talaue: Der Eselsbach" Bearbeiten

Tafeln 04 k

Variante 1Bearbeiten

Tafel: Faktoren der Gewässergüte
Faktoren der Gewässergüte
Morphologie / Gewässerstruktur chemische Zusammensetzung des Wassers Lebensgemeinschaften im Wasser
Hierzu gehört der Verlauf des Baches und das Umfeld::::*seine Kurven und Überflutungszonen:::::*das Ufer (eingefasst, steil, sandig, bewachsen, ...):::::::*Steine an denen es Plätschert, kleine Studel entstehen und Sauerstoff ins Wasser gespült wird.
  • die Pflanzen am Gewässerrand (Verschattung, Nährstoffeintrag durch Blätter und Blütenstaub, ...)
  • die Zusammensetzung des Bodens, z.B. Kalk, Lehm, Ton, Kies oder Sand
Überlegt Euch, welche äußeren Faktoren noch für die ökologische Qualität von Bedeutung sein könnten
Hierzu gehören das Wasser selbst und natürlich oder durch den Menschen eingebrachte Substanzen::::*pH-Wert: Wie sauer ist das Wasser?:::::*Temperatur (Quellen, Verschattung oder sonnige Lage, Jahreszeit:::::::*Nitrat und Phosphat (Düngung bedeutet z.B. Algenwachstum, im Extremfall ein Umkippen des Gewässers)
  • Abwasser, Nähe von Verkehr, "saurer Regen"
Überlegt Euch, welche äußeren Faktoren noch für die Zusammensetzung des Wassers einen Einfluss haben könnten
Welche =Pflanzen und Tiere leben hier?:::*Uferpflanzen, die im Bereich des Gewässers ihre Wurzeln haben oder von Überschwemmungen betroffen sind:::::*Pflanzen, die im flachen Wasser stehen und daraus heraus ragen:::::::*Unterwasserpflanzen
  • Schwimmpflanzen
  • Pflanzen und Tiere im Gewässerboden
  • Fische
  • Insekten auf oder unter Wasser
Überlegt Euch, welche Pflanzen und Tiere ihr seht oder kennt.
Bild Bild Bild
Der Verlauf und der Lebensraum des Bachumfeldes werden behandelt in der Station 13: Der Eisvogel Die chemische Zusammensetzung des Wassers wird behandelt in der Station 6: Chemische Wasseruntersuchung Die Arten der Kleinstlebewesen (Wasserflöhe, Kleinkrebse, Larven, Würmer, ... werden behandelt in der Station 7: Biologische Gewässeruntersuchung


Weitere Stichwörter zum Thema und für die Tafel:
  • Warum Gewässergüteuntersuchungen?
  • Maßnahmen gegen das Gewässersterben
  • Gewässergütekatierungen und EU-WRRL
  • Erfolge, Ziele und noch viel zu tun (Aktion Blau, ...)
  • BIOIndikatoren
  • Aufgabe: Zustand des Eselsbachtals
Zielgruppe der Station: Die Station soll eine Verbindung der drei wesentlichen Faktoren für die Gewässergüte für jeden Teilnehmer oder Spaziergänger schlüssig darstellen bzw. nachvollziehbar machen.



Variante 2 zur Gestaltung der Station "Ökologische Gewässergüte" vom 10.02.2009Bearbeiten

Eine zentrale Tafel mit Überbegriff wird von 4 Tafeln "umrahmt", die die dazugehörigen 4 Teilbereiche vorstellen.

Die zentrale Tafel enthält ausschließlich den Begriff Ökologische Gewässergüte

Die 4 umgebenden Tafeln:

Das Gewässerumfeld (Tafel 1)Bearbeiten

Regenwasser wird vom Boden aufgesogen oder von Wurzeln aufgenommen. Was nicht gebunden oder gebraucht wird, sickert durch den Boden, bis es als Quelle an die Oberfläche tritt und in einem Gewässer abfließt.
Das Wasser läuft von den Hängen herab in die Täler und die Bergkuppen geben als Wasserscheiden die Richtung vor. Jeder Bach ist der natürliche „Abwasserkanal“ seines Einzugsgebiets. Die Landschaft ist von sickerndem und fließendem Wasser durchdrungen und damit untrennbar mit ihren Quellen, Bächen und Flüssen verbunden.
Das Wasser des Eselsbaches hat lange zuvor den Boden seiner umgebenden Landschaft durchflossen, trägt ihren Stempel und vernetzt sie. Daher spielen Bewirtschaftung, Besiedlung und damit Belastung des Bodens eine große Rolle für die Qualität der Gewässer.
Die Station „Boden“ befasst sich mit der Art und der Belastung des Bodens im Eselsbachtal. Mit dem ausleihbaren Bodenanalysekoffer können umfangreiche Bodenuntersuchungen angestellt werden.


Cartoon zu Gewässerumfeld Bearbeiten
Esel: Wo kommt denn das Wasser des Eselsbaches her und wo fließt es hin?
Eisvogel: Schau Dich um, das Wasser kommt aus Quellen an den Berghängen und aus kleinen Bächen der Seitentäler. Die Quelle des Eselsbachs liegt übrigens bei Enkenbach. Die Nachbartäler im Süden und Norden speisen Lauter und Otterbach. Diese drei Bäche fließen als Lauter zusammen. Bei Enkenbach und Hochspeyer entspringen Alsenz und Hochspeyerbach. Diese beiden Bäche nehmen eine andere Richtung. Das Wasser unserer fünf Bäche trifft sich dann wieder im Rhein.


Die Gewässerstruktur (Tafel 2)Bearbeiten

Die Strukturgüte befaßt sich mit dem äußeren Erscheinungsbild des Gewässers. Je abwechslungsreicher und natürlicher der Verlauf des Baches ist, desto mehr Lebensräume bietet der Bach seinen Pflanzen- und Tierarten und desto höher ist seine Strukturgüte.
  • Ein natürlicher Bach windet sich in Schleifen (Mäandern) durchs Tal, bildet Verzweigungen und Inseln. Ein gestreckter Verlauf weist auf menschlichen Einfluß hin (Begradigung).
  • Seine Strömung und Fließgeschwindigkeit wechselt von turbulenten zu ruhigen Bereichen.
  • Das natürliche Bachbett weist unterschiedliche Tiefen und Breiten auf und der Boden (Sohle) besteht aus Sand, Kies oder Steinblöcken, je nach Beschaffenheit der umgebenden Landschaft.
  • Das Fließgewässer ist unverbaut. Es gibt keine Wehre, Staustufen oder Verrohrungen unter Wegen und Straßen, die den Austausch und Verbund von Fauna und Flora stören. Die Durchgängigkeit ist gewährleistet.
  • Die Uferbeschaffenheit ist den natürlichen Gegebenheiten überlassen. Die unmittelbare Umgebung des Baches wird nicht landwirtschaftlich oder in anderer Form von Menschen genutzt.
Die Station „Eisvogel“ gibt weitere Auskünfte zur Gewässerstruktur


Cartoon zu Gewässerstruktur Bearbeiten
Esel: Jetzt sag mal, hat der Eselsbach eine gute Strukturgüte?
Eisvogel: Was meinst Du? Das kannst Du, glaub´ ich, selbst beantworten! Schau dich mal genauer um.


Die Lebensgemeinschaften im Wasser (Tafel 3)Bearbeiten

Bäche und Flüsse bieten vielen Pflanzen- und Tierarten Lebensräume. Die gesamte Flora und Fauna eines Fließgewässers bildet ein Beziehungsgeflecht und voneinander abhängiges System.
Ein deutlicher Hinweis auf einen gesunden Bach ist auch hier die Vielfalt seiner Artengemeinschaft. Grob gilt: je mehr Arten zu finden sind, desto besser kann man die Qualität einstufen. Hier zeigt sich die direkte Abhängigkeit zur Strukturvielfalt des Gewässers.
Genauer kann die Gewässergüte anhand bestimmter Bioindikatoren bewertet werden. Das sind Arten, die sehr empfindlich gegenüber Veränderungen ihrer Umwelt reagieren. Diese Arten finden sich dann tatsächlich fast ausschließlich in Gewässern einer bestimmten Güteklasse und zeigen damit die Gewässergüte an.
Um eine genaue Bewertung der biologischen Gewässergüte zu erhalten, wird nach Möglichkeit das gesamte Artenspektrum erfaßt. In der Regel untersucht man die wirbellosen Tiere am Gewässerboden, wie vor allem Insektenlarven, Kleinkrebse, Schnecken, Muscheln und Egel.
Es gibt es noch mehr zu entdecken an der Station „biologische Gewässergüte“


Cartoon zu Lebensgemeinschaften im Wasser Bearbeiten
Esel: Also, dass da so viele Tiere im Wasser sind! Kaum zu glauben!
Eisvogel: Ja, wenn man genau hinsieht, kann man viel entdecken…


Exkurs Libellen

  • Großlibellen / Kleinlibellen
  • Schwerpunkt "Fließgewässerlibellen"
  • Zeiger für naturnahe Gewässer


  • Beobachtungstipps zu Prachtlibellen: Erkennung der Arten


für Entdecker:
  • Zählen von Revieren an einem kurzen Bachabschnitt
  • für "Naturforscher" Erkennen von Habitatunterschieden (Wo kommen virgo / splendens jeweils am häufigsten vor?)
  • für Libellen-Fans: ...



--Matthias palatinatour 11:46, 15. Feb. 2009 (UTC)

Das Wasser (Tafel 4)Bearbeiten

Die Überprüfung des Wassers auf verschiedenste Umweltbelastungen wird sehr ernst genommen. Eine Vielzahl von Chemikalien, Nährstoffen, Salzen und Schwermetallen gelangt durch menschliche Einflüsse ins Wasser und gefährden das ökologische Gleichgewicht.
Um diesen Einflüssen entgegen wirken zu können wird an festen Messstellen regelmäßig die Wasserbeschaffenheit wie pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Leitfähigkeit, Temperatur untersucht und bewertet.
Dabei ist die Belastung eines Fließgewässers abhängig von den unterschiedlichen Nutzungsgegebenheiten in seinem Einzugsgebiet.
In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten stellt die Belastung durch Nährstoffe und Pestizide ein Problem dar, in Industriegebieten herrscht die Belastung durch Schwermetalle und Industriechemikalien vor.
Die Station chemische Wasseruntersuchung zeigt mehr darüber


Cartoon zu Wasser Bearbeiten
Esel: Haben wir am Eselsbach ein Problem mit der Wasserqualität?
Eisvogel: Hast wohl noch nichts von der Mülldeponie im Kapiteltal gehört, hm? Die ist jetzt abgedichtet. Aber auch Dünger und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft können für das Wasser ein sehr großes Problem sein.


Material:
  • 1 zentrale Tafel
  • 4 umgebende Tafeln




Station "Boden als Filter für unsere Wasserversorgung" Bearbeiten

Tafeln 05 k
Unser Boden hat für die Gewinnung unseres Trinkwassers eine besondere Bedeutung. In Rheinland-Pfalz werden etwa 90% des Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Durch den Boden wird Wasser gefiltert. Entsprechend der Bodenbeschaffenheit ist die Reinigungsleistung des Untergrundgesteins besser oder schlechter. Oft kann Grundwasser ohne aufwendige Aufbereitung als Trinkwasser verwendet werden.
Hier im Wasserhäuschen werden täglich x Liter Grundwasser aus einem Tiefbrunnen zur Trinkwasserversorgung in das Rohrleitungssystem der Technischen Werke Kaiserslautern (TWK) gepumpt. Das reicht zur Versorgung von x Haushalten im Stadtteil Morlautern.
Wasserbewegung im Untergrund ist an Sickermöglichkeiten wie Kornzwischenräume oder Spalten gebunden. Der Buntsandstein im Bereich des Eselsbachtals weist einen hohen Feinkornanteil auf, der zu einer höheren Verweilzeit beim Durchsickern und somit zu einer besseren Filterwirkung führt.
Neben der Korngröße und ihrer Oberfläche ist die chemische Zusammensetzung des Bodens für die Trinkwasserqualität wichtig. Überdüngung durch intensive Landwirtschaft hat in einigen Gebieten nördlich von Kaiserslautern zu einer ernsten Bedrohung der Grundwasserqualität geführt. Wird das Nitrat nicht in ausreichendem Maß von den oberen Bodenschichten festgehalten, kann es über das Grundwasser in unser Trinkwasser gelangen. Dies gefährdet vor allem die Gesundheit unserer Kleinkinder.
Für diese Station können Schulklassen beim NABU Kaiserslautern und Umgebung einen Bodenanalysekoffer mit einem Erklärungsheft und Schülerarbeitsbögen ausleihen. Untersucht werden können:
• ph-Wert (Wie sauer ist der Boden?)
• Nitratbelastung (Überdüngung)
• Bodenfeuchte und Bodendichte
• Ammonium, Phosphor, Kalium, ...


Kontakt:
NABU Kaiserslautern und Umgebung, E-Mail: naturwissenspfad@NABU-KL.de
Umweltberatung Kaiserslautern, E-Mail:


Gemeinsame Sprechblase von Eisvogel und Esel:
„Vom Eselsbachtal profitieren alle:
Oben ist ein artenreicher, wenig belasteter und nicht versiegelter Lebensraum für Natur und Erholung.
Unten entsteht unbelastetes Grundwasser für die Trinkwassergewinnung.“


  • Bild: vereinfachter Querschnitt in einen Boden mit Grundwasserschicht, Brunnen mit Bohrung bis zum Grundwasser, Darstellung der Filterung beim Versickern des Wassers, oben Esel und Eisvogel im Gespräch.
  • Boden als Filter für Grundwasserbildung/Wasserversorgung
  • ökologische Bedeutung einiger Messwerte des Bodenanalysekoffers
  • Hinweis auf die ausführliche Beschreibung in unserer Broschüre
  • Hinweis auf Möglichkeit zum Ausleihen des Bodenanalysekoffers über den NABU oder KLUB
Material:
  • Infotafel
  • Bodenanalysekoffer
  • Begleitbroschüre zum Lehrpfad (ausführlich)
  • Information auf der Homepage zum Lehrpfad (kurz)


Zielgruppe der Station: 5. bis 13. Schulklasse in Erdkunde, Chemie, eventuell Biologie.


Station "Chemische Wasseruntersuchung" Bearbeiten

Tafeln 06 k
Tafel:
Für den ökologischen Zustand eines Fließgewässers ist neben dem Gewässerumfeld und dem Verlauf des Fließgewässers die Qualität und Zusammensetzung des Wassers von be-sonderer Bedeutung. In nährstoffarmen, unbelasteten und sauerstoffreichen Gewässern gibt es die größte Artenvielfalt. Überdüngte Gewässer führen zu einem starken Algenwachstum. Daraus entsteht ein hoher Sauerstoffbedarf, der zum Umkippen des Gewässers führen kann. Die Belastung mit Phosphaten, z.B. aus Waschmitteln, und mit Kohlenwasserstoffen (Lö-sungsmittel, Benzin) sind für das Leben in und am Wasser sehr schädlich. Ein strukturreicher Verlauf durch Kurven, Stromwirbel und –schnellen, das Überfließen und Umfließen von Hin-dernissen aus Steinen und Stöcken bringt Sauerstoff ins Wasser. Organische Substanzen, wie z.B. in das Gewässer fallendes Laub, entzieht den Gewässern bei der Verrottung Sauerstoff.
Neben der Gewässerstruktur und der pflanzlichen und tierischen Lebensgemeinschaft ist daher die chemische Zusammensetzung des Wassers ein weiterer entscheidender Faktor für die Gütebestimmung eines Fließgewässers.
Für diese Station können Schulklassen beim NABU Kaiserslautern und Umgebung einen Bo-denanalysekoffer mit einem Erklärungsheft und Schülerarbeitsbögen ausleihen. Untersucht werden können:
Temperatur
Schwankungen in der Wassertemperatur haben vielfältige Auswirkungen auf die Orga-nismen und die Chemie des Wassers. Mit steigender Temperatur sinkt die Fähigkeit des Wassers, Sauerstoff zu lösen. In stark erwärmten Gewässern kann es daher schnell zu Sauerstoffmangel kommen. Bakterien und Algen wachsen und vermehren sich beson-ders stark bei hohen Wassertemperaturen.
ph-Wert
Der pH-Wert gibt den Säuregrad eines Gewässers an. Die meisten Wasserbewohner können Werte zwischen pH 5 und pH 9 tolerieren. Ist der pH-Wert saurer als pH 4 oder basischer als pH 10 ist fast kein Leben mehr möglich.
Leitfähigkeit
Die Leitfähigkeit ist ein Maß für die Menge der gelösten Mineralien im Wasser. Eine zu hohe Belastung mit Salzen ist schädlich (z.B. das Tote Meer)
Sauerstoffgehalt
Alle Lebewesen, auch die Pflanzen, sind auf Sauerstoff für ihre Zellatmung angewiesen. Um Fische und andere Wassertiere gesund zu erhalten, muss der Sauerstoffgehalt des Wassers gleichmäßig hoch sein.
Sauerstoffbedarf
Sauerstoffmangel wird insbesondere durch den bakteriellen Abbau organischer Sub-stanzen (Laub, ...) verursacht. Der Sauerstoffbedarf ist ein Wert für die Menge der ab-baubaren organischen Verbindungen in Wasser.
Stickstoff
Nitrat ist das Endprodukt des Eiweißabbaus im Wasser. Außerdem kann es durch Über-düngung aus der Landwirtschaft in Fließgewässern geschwemmt werden. Nitrat fördert das übermäßige Wachstum von Algen, die wiederum durch ihren Sauerstoffbedarf zu einem Sauerstoffmangel bis hin zum Umkippen des Gewässers führen können.
Ammonium, Nitrit, Phosphat, ...
Kontakt:
NABU Kaiserslautern und Umgebung, E-Mail: naturwissenspfad@NABU-KL.de
Umweltberatung Kaiserslautern, E-Mail:


  • Bild: vereinfachter Querschnitt durch einen Bach, Tiere, Pflanzen, in Kreisen: pH, Nitrat, Phoshpat, Temperatur, oben Esel und Eisvogel im Gespräch über Wasserqualität.
  • ökologische Bedeutung einiger Messwerte des Wasseranalysekoffers, z.B. pH-Wert (zu sauer) oder Überdüngung
  • Hinweis auf die ausführliche Beschreibung in unserer Broschüre
  • Hinweis auf Möglichkeit zum Ausleihen des Wasseranalysekoffers über den NABU oder KLUB


Material:
  • Infotafel
  • Wasseranalysekoffer
  • Begleitbroschüre zum Lehrpfad (ausführlich)
  • Information auf der Homepage zum Lehrpfad (kurz)


Zielgruppe der Station: 5. bis 13. Schulklasse in Erdkunde, Chemie, eventuell Biologie.



Station "Biologische Gütebestimmung von Gewässern" Bearbeiten

Tafeln 07 k
Jede Lebensform hat eine bestimmte Art zu leben und sich zu ernähren. Für einen abgrenzbaren "Wohnort" hat sie sich perfekt angepaßt. Das nennt man die ökologische Nische, den eine Art einnimmt.

Je mehr Strukturen in einem Lebensraum vorhanden sind, desto mehr „Nischen“ sind möglich und desto mehr Arten können sich ansiedeln.

Bioindikatoren (Zeigerarten) sind Tiere und Pflanzen, die charakteristisch für bestimmte Lebensbedingungen sind. Das Auftreten bzw. Fehlen dieser Arten zeigt sehr genau den Zustand der Umwelt an.

Die Besiedlung von Tieren in einem Bach liefert damit je nach Vielfalt verschiedener Gruppen und deren Häufigkeit eine klare Aussage zu der Frage: Belastetes oder unbelastetes Wasser? Einige Zeigerarten der Tiergemeinschaft im Wasser sind besonders geeignet die Güte bzw. Stoffbelastung zu bestimmen.


Klasse Güte? Bearbeiten

Mit der Bestimmung der Artenvielfalt im Gewässer bekommen wir durch die Tiere den Langzeitwert angezeigt, da sich die Besiedlung der Gewässerorganismen nur über längere Zeit-räume ändert! Jeder abiotische Faktor – also: pH, Sauerstoff, Nitrat etc. – beeinflusst die Lebensgemein-schaft im Gewässer (siehe Station xx). Aber die chemische Untersuchung liefert nur eine Momentaufnahme. Biologische und chemische Untersuchung ergänzen sich daher sinnvoll und erlauben eine Unterscheidung von 7 Güteklassen. Damit ist es möglich für jedes Fließgewässer eine Gütekarte zu erstellen und Veränderungen im Verlauf der Fließstrecke darzustellen. Ziel für gesunde Bäche und einen guten ökologischen Zustand: mindestens Güteklasse II (noch hoher Nährstoffgehalt, hohe Artenvielfalt mit vielen Tieren, kaum Trübung des Was-sers).

Eintauchen in die Unterwasserwelt Bearbeiten

Die Kleintiere in naturnahen Bächen bieten eine ungeheure Vielfalt an Formen und Arten. Als Gütezeiger sind für uns besonders wichtig: Larvenstadien vieler Insektengruppen (Kö-cherfliegen, Eintagsfliegen, Libellen), Bachflohkrebse, Wasserschnecken, Schwimmkäfer.

Platzhalter: Querschnitt Bach mit sw-Abbildung Wohnorte der wichtigsten Zeigergruppen für sauberes Wasser


Wonach suchen? Bearbeiten

Zur Bestimmung der Gewässergüte müsst ihr noch keine Spezialisten sein. Im ersten wichtigen Schritt geht es darum die Formen zu erkennen und den Anteil der häu-figsten Tiergruppen grob abzuschätzen.

Hierbei hilft euch der vereinfachte Schlüssel.


Tiere ohne Beine - ohne Kopf · flach, ein Ende meist wie eine Pfeilspitze Strudelwürmer Tiere ohne deutliche Beine & mit Kopf Stechmückenlarve Tier mit Behausung · Haus flach, scheibenförmig Posthornschnecke · Haus spitz zulaufend Spitzschlammschnecke · Haus röhrenförmig aus Stein-chen oder Pflanzen Köcherfliegenlarve


Tier mit 6 Beinen & Flügel-ansätzen · Drei lange Schwanzanhänge Eintagsfliegenlarve · ...& keine Blättchen an den Körperseiten Kleinlibellenlarve · Zwei lange Schwanzanhänge Steinfliegenlarve · Ohne lange Schwanzanhänge Großlibellenlarve Tier mit 6 Beinen & ohne Flügel · Kurze Büschel an den Körper-seiten Köcherfliegenlarve (ohne Gehäuse!) Tier mit mehr als 8 Beinen · Körper bananenförmig Bachflohkrebs


Für eine Anleitung zur detaillierten Biologischen Gütebestimmung könnt ihr euch die Dokumentation „NaturWissensPfad“ besorgen: NABU KL ..., Umweltberatung im Referat Umweltschutz der Stadt KL ...


Auswahl typischer Arten sauberer Fließgewässer Bearbeiten

Bachstrudelwurm (Dugesia gonocephala)

Larven verschiedener Steinfliegen (ca. xx Arten)

Larven verschiedener Köcherfliegen (ca. xx Arten)

Larve der Gemeinen Eintagsfliege (Ephemera)


Aktion: Bearbeiten

Suche in strömungsgeschützten Nischen, an Pflanzen, an der Unterseite von Steinen. Gefundene Tiere in wassergefüllter Becherlupe beobachten.

Für Entdecker: Köcherfliegen mit unterschiedlichem Gehäuse finden. Welches Baumaterial wird verwendet?

[Abbildung]


Für Naturforscher: Gezielte Suche nach den Larven von Steinfliegen, Köcherfliegen und Ein-tagsfliegen. Welche Gruppe ist häufiger?

[Abbildung]


Für Hydrobiologen: Untersuche das Feinsediment sandig-kiesiger Buchten auf Vorkommen von Steinfliegenlarven (Isoperla, Perla).

[Abbildung]



Cartoon zu Biologische Gewässergüte Bearbeiten

Esel: Du kennst dich doch hier aus: Wie steht´s mit der Gewässergüte?
Eisvogel: Ich bin zufrieden, bei der letzten Untersuchung hatte der Eselsbach Gewässergüteklasse 2!


Material:
  • Tafel: Hinweistafel mit typischen Tieren und Bedeutung als Anzeiger für die Gewässergüte
  • Becherlupen, Kescher, Lupe, Becherglas
  • Bestimmungsdiagramm
  • Kapitel in der Broschüre (eventuell in der Broschüre auch zu Mikroskop?)


Hinweis auf der Tafel auf die ausführliche Bestimmung in unserer Begleitbroschüre.
Zielgruppe 5. bis 13. Schulklasse


Station "Erdgeschichte & Geologie" Bearbeiten

Tafeln 08 k

Linke Seite der Station:

Tafel 1: DIN A 3 Hochformat: Sandstein: Waldreichtum und Grundwasserschatz Paläogeografie: Lage der Kontionente zur Zeit des Buntsandstein (vor 251 bis 243 Mio. Jahren) Datei:01 A3hoch Paläogeografie.pdf
Tafel 2: DIN A 4 Querformat: Klima und Lebewelt zur Zeit des Buntsandstein; Erläuterungen zum Dia
Tafel 3: Diakasten in DIN A 4 Querformat



Zusätzlich Arbeitsanweisungen im Begleitheft zur Geographie:
Vom Gelände zum Kartenbild: Darstellung von Höhenlinien in der Karte, Zeichnen eines Profils. Dafür wollten wir im Gelände Höhenlinien z.B. an Bäumen bzw. Gesteinen markieren.
Aktivität zur Höhenermittlung über Hochwandern und Zählen von Höhenlinien, die wir an Bäumen gekennzeichnet haben: Ermittlung der Tiefe zwischen dem oberen Rand und dem Eselsbach. Die Teilnehmer können hochwandern und Markierungen zählen und damit die Höhe ermitteln. Am oberen Wendepunkt des Schluchtsteigweges von Landesforsten sollte dann eine kleine Klapptafel angebracht sein, auf der die Auflösung steht.
Darüber hinaus gibt´s in der Broschüre Übungen zur Orientierung im Gelände: Kompass, Pfadfindertricks


Material:
  • 2 Tafeln mit Diafenstern und einer Fühlkiste
  • Kapitel in der Broschüre
  • Markierungen an Bäumen oder Felsen für die Höhenermittlung
  • kleine Klapptafel mit Auflösung der Höhenmeter
  • 2 Sandsteinbrocken


Teilnehmer: Jeder.


Station "Moose und Farne" Bearbeiten

Tafeln 09 k
Moose und Farne
TafelMoose
TafelGenerationswechsel
TafelFarne


Tafel:
Evtl. dreiseitige Aufteilung, um den Vergleich zwischen Moosen und Farnen zu verdeutlichen


Linke Seite →Moose:
  • Zugehörigkeit und Herkunft der Moose, 3 Klassen: Laub-, Leber- und Hornmoose (evtl. Bilder), typischer Aufbau der Laubmoose
  • Besonderheit Wasserhaushalt: Ähnlichkeit zu Flechten (z.B. Fehlen von Wurzeln und Leitsystemen → Wechselfeuchte, Austrocknungsresistenz, hohe Wasserspeicherkapazität)
  • Besonderheit Fortpflanzung: Beschreibung des Generationswechsel (schematische Darstellung, evtl. Bebilderung; kann auch nur die Begeleitbroschüre) → Hinweise auf Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Farnpflanzen (s.u.)
  • Verbreitung und Standorte der Moose


Mittlere Tafel →Generationswechsel:
  • Schemazeichnung des Generationswechsel bei Moosen
  • Kurze Erklärung (mit Unterschieden zwischen Moosen und Farnen)
  • Schemazeichnung des Generationswechsel bei Farnen


Rechte Seite →Farne:
  • Zugehörigkeit und Herkunft der Farnpflanzen
  • Entwicklungszyklus, Generationswechsel von Farnen (schematische Darstellung, Bebilderung einzelner Stadien; kann auch nur die Begeleitbroschüre) → Vergleich mit Moosen (s.o.)
  • Verbreitung und Standorte der Farne
  • typische Farnarten im Pfälzer Wald (mit Bildbeispielen, z.B. Wurmfarn, Frauenfarn, Adlerfarn → Hinweis auf das Gefährdungspotential des Adlerfarns)


Aktion →Wasserspeicherkapazität von Moosen:
  • Zur Demonstration der hohen Wasseraufnahme- und Speicherfähigkeit von Moosen könnte z.B. ein kleines trockenes Moospolster in einen Trichter gesetzt und langsam mit einer bestimmten Menge (z.B. 100ml) Wasser übergossen werden; das nicht-aufgenommene Wasser wird durch den Trichter in einem Becherglas aufgefangen
  • damit nicht alle Moospolster aus dem Eselsbachtal abgerupft werden, könnte man auch in der Begleitbroschüre die Lehrer/Betreuer dazu auffordern, im Vorfeld der Exkursion ein Moospolster zu sammeln und mitzubringen; dann wäre dieses Experiment auch wetterunabhängig, da das gesammelte Moos auch im Vorhinein getrocknet werden kann
  • Anleitung des Experiments (sowie Hinweise zur 'unschädlichen' Trocknung von Moosen) in die Begleitbroschüre
  • Benötigte Materialien: 2 Bechergläser (mit ml-Skalierung), 1 Trichter


Station "Insekten" Bearbeiten

Tafeln 10 k
großes Insektenhotel:
  • Klappe zum Öffnen mit durchsichtigen Röhren oder Schläuchen zur Sicht des Entwicklungsstadiums
  • viele, verschiedene Variationen einbauen: Stein, Röhren, Holzklötze, Holzwolle, Halme, ...


Infotafel:
  • auf der schattigen Rückseite mit Zuordnung Bild‐Begriff (z.B. Familie, Anatomie, Lebensraum, …)


Tafel-1: Insekten

Teil Insekten

Station Insektenhotel_Teil 1

	Ihre Geschichte begann vor mehr als 300 Mio. Jahren 
	Sie sind die artenreichste Tiergruppe (allein ca. 30.000 Arten in Deutschland)
	Besonderheiten des erfolgreichen Bauplans:

- Komplexaugen (aus vielen Einzelaugen zusammengesetzt) ermöglichen ein hervorragendes Bewegungssehen - Im „Grundbauplan“ vier Flügel (ein Flügelpaar bei vielen Gruppen umgebildet) - harter Außenpanzer, der bei jedem Entwicklungsschritt gesprengt wird

	Verwandlungskünstler mit mehreren Larvenstadien zum Vollinsekt
	in der Evolution an alle Lebensräume angepasst

Wie erkenne ich Insekten? Sie heißen übersetzt die „Eingeschnittenen“ und sind an ihrer Körpergliederung in 3 deutliche Abschnitte erkennbar: Kopf, Brust, Hinterleib mit mehreren Abschnitten. Wegen dieser deutlich erkennbaren Einkerbungen nennt man sie auch Kerbtiere. Außerdem besitzen sie 6 Beine und fast immer Flügel (Ameisen nur zeitweise!). Zu den Insekten gehören z.B. Libellen, Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge, Zweiflügler (Mücken, Fliegen), Hautflügler (Bienen, Wespen, Ameisen & Co).

	für Entdecker:

Findet Insekten mit unterschiedlichen Flügeltypen! (Anzahl, durchsichtig, farbig, ...) Haben alle Körper die gleichen Farben und Muster?

Wo finde ich Insekten? Dazu müsst ihr eigentlich nur wissen, dass die Insektenordnungen viele verschieden Beintypen besitzen: Grabbeine, Laufbeine, Sprungbeine, Schwimmbeine, Fangbeine. Also schaut euch um und überlegt euch, wo ihr auf Insektenjagd gehen könntet.

Zeichnung sammelbein der biene

Sammelbein der Biene

	für "Naturforscher":

Wer erkennt unterschiedliche Lebensräume? Beliebte Aufenthaltsorte vieler Insekten? Welche Insektengruppen findet ihr? Typische Lebensräume im Eselsbachtal sind Waldränder, Wegsäume, Wiesen, Bachufer. Als besondere Zeigerarten für naturnahe Biotope sind hier bekannt: - Großer Perlmutterfalter und Kaisermantel (Laubwaldränder) - Sumpfschrecke und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Feuchtwiese) - Prachlibelle (2 Arten) und Zweigestreifte Quelljungfer (Bach)

	für Insektenkundler:

Nachweise der Zeigerarten dokumentieren: Datum, Fundort/Biotop, Anzahl. Bitte melden an NABU KL (E-Mail xx) oder Untere Naturschutzbehörde (E-Mail xx). --Matthias palatinatour 11:47, 15. Feb. 2009 (UTC)

Tafel-2: Wildbienen & Co

"Jeder für sich, aber dennoch gemeinsam!"
Wildbienen:
  • Grobe Einteilung in drei biologische Gruppen: soziale, solitäre und schmarotzende Arten
  • In Deutschland über 550 Arten
  • Die solitär lebenden Wildbienen werden oft mit Wespen, Fliegen oder auch mit der Honigbiene verwechselt
  • Größen ...
Feinschmecker und Baumeister
Die verschiedenen Wildbienen-Arten sind nicht nur auf verschiedene Nahrungspflanzen, sondern auch auf verschiedene Niststandorte spezialisiert. Daher benötigen sie in ihrem Lebensraum verschiedene Requisiten.
Erfinderischer Wohnungsbau:
  • im Erdboden: besiedeln vorhandene Erdspalten oder selbstgegrabene Gänge an vegetationsarmen, sonnigen Böschungen und Wegsäumen
  • an Steilwänden: Abbruchkanten an Gewässern und sonnigen Hängen.
  • an Gesteinen: mörteln mit Harz oder Mörtel Freinester an die Oberfläche von Felsen oder zwischen Gesteinsspalten
  • im Totholz: nutzen die alten Fraßgänge von Käfern
  • hohle und markhaltiger Pflanzen: nagen Gänge in die Pflanzenstängel
  • in Schneckenhäusern: krabbeln in die verlassenen „Kalkhöhlen“


Die Sondergruppe der Faulenzer
Die "Kuckucksbienen" bzw. die "Kuckuckswespen“ bauen keine eigenen Nester, sondern schmuggeln ihr Ei in die Brutzelle einer fremden Bienendame (Schmarotzer).


Sind Bienen gefährlich?
Soziale Bienen, also vor allem Hummeln und die Honigbienen des Imkers, können angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Einsiedlerbienen verteidigen ihre Nester nicht. Man kann sich problemlos vor eine Wand mit Mauerbienen-Nestern oder in die Flugbahn für das Insektenhotelzimmer stellen.



Das Insektenhotel
Ist noch ein Zimmer frei?


Die meisten Bienenarten sind für ihre Nistplatzsuche auf vegetationsarme bzw. -freie Biotope angewiesen und die sind meist nicht von sehr großer Dauer. Daher unterliegen die Lebensräume ständigen Veränderungen.
Um verschiedenen Wildbienen-Arten zu helfen werden „Themen-Zimmer“ vermietet.
Nisthilfen für solitäre Wildbienen
Nisthilfe Zielgruppe
Lochziegel mit Bambusrohren Hohlraumnister
Bambusbündel Hohlraumnister
Holzblöcke Hohlraumnister
markhaltige Stengel Stängelnister
Totholz Holznister
Lehmwand Steilwandnister


Unser Insektenhotel bietet die Möglichkeit auf engem Raum verschieden Wildbienen kennenzulernen.
Solitär lebende Bienen
  • Die solitär lebenden Bienen (= Einsiedlerbienen) sind die größte Bienengruppe.
  • Diese Bienen sind Einzelgänger und leben meist nur wenige Wochen.
  • Das Weibchen muss daher nach der Paarung sofort mit dem Nestbau beginnen.
  • Aber zwischendurch werden unermüdlich die Futterpflanzen abgeflogen, um Nektar und Pollen zu sammeln.
  • Diese werden dann in eine Brutzelle verbracht.
  • Als Krönung wird ein einziges Ei an diesem Nahrungsvorrat abgelegt und die Brutzelle durch eine „Lehmwand“ verschlossen.
  • Die später schlüpfende Larve frißt den Proviant auf und entwickelt sich zügig zur fertigen Biene oder überwintert als Larve und verlässt den kuscheligen Brutplatz erst im nächsten Frühahr (artabhängig).


Beobachtungstipps: Goldwespen
Aktion: Kinderstube live!



Material:
  • Insektenhotel
  • 3 Infotafeln DIN A2
  • Begleitbroschüre zum Lehrpfad (ausführlich)
  • Information auf der Homepage zum Lehrpfad (kurz)


Zielgruppe der Station: 1. bis max. 10. Schulklasse in Biologie.
Auch für einfache Spaziergänger geeignet!


Station "Flechten und Luftgütebestimmung" Bearbeiten

Tafeln 11 k
Flechten
FelchtenTafel1
Flechtentafel2


Tafel:
  • Was sind Flechten? Wie sind sie aufgebaut (Bild), wie 'funktionieren' sie? Welche Formen gibt es, wie sehen sie aus (mit Bildern)?
  • Wo findet man sie überall (auf der Welt und im Wald)? Was ist an Flechten so besonders?
  • Wozu kann man Flechten verwenden? → Überleitung zur Anwendung von Flechten zur Bestimmung der Luftgüte


Aktion:
  • Luftgütebestimmung mittels Flechtenkartierung (vereinfachte WWF Standardmethode; s. http://www.unibw.de/mb/fakultaet/we6/diplarb6/2003/hesse (S. 60)), benötigt wird ein Aufnahmegitter 20x50cm, unterteilt in 10 gleichgroße Felder
  • es werden 4 gleiche Bäume mit mind. 60cm Umfang gesucht; die Aufnahme der Flechten erfolgt 1m über dem Erdboden an der am meisten bewachsenen Baumseite
  • Anzahl der vorkommenden Flechtenarten und die jeweilige Frequenz der gefundenen Arten werden in einer Liste notiert und am Ende über die 4 kartierten Bäume gemittelt
  • Der Luftgütewert (LGW) ergibt sich über das Aufsummieren dieser 'Mittleren Frequenzen': LGW 0 (lufthygienische Belastung 'extrem' bis LGW >50 (lufthygienische Belastung 'sehr gering')
  • nähere Informationen und Beschreibung der Kartierung in der Begleitbroschüre



Material:
  • Tafel
  • Arbeitsbögen für die Schüler zur Flechtenkartierung und Luftgüteermittlung
  • Aufnahmegitter 20x50cm, unterteilt in 10 gleichgroße Felder


Station "Der Eisvogel und sein Lebensraum" Bearbeiten

Tafeln 12 k
Infotafel: Eisvogel und sein Lebensraum
  • Der Eisvogel ist typisch für diesen Lebensraum und Vogel des Jahres 2009
  • Blickfang: Attrappe in Bachnähe und Hilfe für die Sehrichtung bei der Tafel
  • Geräusch: MP3-Player mit Lautsprecher auszuleihen


Arbeitsauftrag:
Mit Arbeitsbögen sollen die Schüler eigenständig die Struktur des Eselsbaches (Faktor Morhpologie als Faktor für die Strukturgüte eines Gewässers) beurteilen und so ein Grundverständnis für diesen "vom menschen geprägten, dennoch naturnahen Lebensraum" des Eisvogels bekommen.


Material:
  • Doppeltafel
  • Arbeitsbögen für die Schüler zur Morphologie des Eselsbaches
  • MP3-Player mit Eisvogel.mp3 und Lautsprecher
  • Attrappe des Eisvogels, vandalismussicher angebracht


Diskussionsvorschlag von Matthias am 12.12.2008:
Eisvogel tiere eselsbachtal




Station "Wald" Bearbeiten

Tafeln 13 k
Holz, Wald, Baumarten: z.B. große Baumscheibe mit beschrifteter Plexiglasscheibe
Landesforsten übernimmt in Abstimmung mit uns die Idee und Umsetzung der Station


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